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Gaßner in NürnbergJohann Michael Gaßner (Gahsner) wurde im Mai 1854 in Schöllenbach, Hessen, geboren. Der Ort ist heute Teil der Gemeinde Hesseneck bei Eberbach im Odenwald.Seit 1738 übten die männlichen Mitglieder seiner Familie nachweislich das Gewerbe der Eisenhüttenleute oder Hammerschmiede aus. Sie waren keine handwerklichen Hufschmiede. Nein, sie schmiedeten an den bereits industriell geprägten, mit Wasserkraft angetriebenen, mechanischen Hämmern Gebrauchsgegenstände aus selbstgeschmolzenem Puddeleisen. Da kam es nicht überraschend, dass auch Johann Michael den Beruf des Eisengießers erlernte. 1881 wohnte er in Würzburg, wo er Auguste Regina Volk ehelichte, die Tochter des Bäckers in Hofheim. 1885 finden wir sie im Adressbuch von Nürnberg in der Oberen Baustraße 15. Das muß nicht bedeuten, dass sie in diesem Jahr zugezogen sind. In Nürnberg herrschte während der Gründerjahre eine heute kaum vorstellbare Wohnungsnot, und wer in Untermiete lebte, der war im Adressbuch nicht erfasst. Johann Michael sollte mehr als 25 Jahre lang bei der Eisengießerei Kaspar Berg in Nürnberg St. Peter arbeiteten, zunächst als Former, wenig später als Gießmeister. In diesem Betrieb absolvierten auch seine beiden Söhne ihre Lehre als Eisengießer. 1910 ging die Geschäftsleitung von Kaspar Berg an den Enkel des Firmengründers über, und Johann Michael musste sich im Alter von 56 Jahren beruflich neu orientieren. Schließlich fand er eine Anstellung als Meister in der Pulvermühle südlich von Amorbach im Odenwald, gerade mal 15 km von seinem Geburtsort entfernt. Einer Durchschnittsfamilie dürfen im 19. Jahrhundert im Mittel zwischen sechs und zehn Kinder zugeordnet werden. Und hier beginnen die Fragen, denn von seinen Geschwistern oder den Geschwistern seines Vaters ist nichts überliefert. Es gibt Indizien dafür, dass in den Jahren zwischen 1830 und 1910 seine Verwandten in Neuhemsbach/Pfalz, in Sennfeld bei Mosbach/Baden, Hasloch im Spessart, Lohr am Main, Faulbach, Würzburg und Schweinfurt gearbeitet haben. Und deren jeweilige Familie lebte dort nicht alleine. Soweit sich das gegenwärtig noch nachvollziehen lässt, wohnten und arbeiteten - als Teil eines familiären Netzwerks - stets Verwandte in den näheren Umgebung. Heute fragen wir: mit wem ging Johann Michael nach Nürnberg, bzw. wer hat ihn dorthin nachkommen lassen? In den städtischen Adressbüchern sind zwischen 1885 und 1912 sechs Wohnungen von ihm erfasst. In Wirklichkeit dürften es etliche mehr gewesen sein, denn zwischendurch gibt es Jahre, in welchen er nicht im Adressbuch zu finden ist. Dafür nennen die Bücher zahlreiche andere Gassner, vom Schlossermeister Johann Wilhelm in der Schlüsselstraße über den Werkmeister in der Deutschherrenstraße, den Walzarbeiter Johann Gassner bis zur Zigarrenhändlerin Therese Gassner, um nur einige aufzuzählen. Mündlich überliefert ist, aus der Familie seien "welche" nach Amerika ausgewandert. Und wieder erfolgte die Aussage in der Mehrzahl, es handelte sich demnach nicht nur um Einen. Aber stammten die Auswanderer aus der Verwandtschaft in Lohr am Main oder aus der Umgebung von Nürnberg, in welchem Zeitraum wanderten sie aus und wo in den Vereinigten Staaten haben sie sich niedergelassen? Vorfahren von Johann Michael Gassner (Gahsner)Weitere Kinder gesucht!
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